Everyone for the gospel

In unserer Gemeinde gibt es viele Gesichter, viele Begabungen und noch mehr Geschichten. Doch was ist der Kern, der uns alle verbindet?

Es ist Jesus Christus! Er ist unsere Idendität!

Doch er hat uns einen Auftrag gegeben: “Everyone for the gospel!”

Genau das war auch das Thema einer Leiterkonferenz, bei der ich kürzlich sein durfte. Längst ist es nicht mehr nur eine Botschaft, sondern eine weltweite Bewegung, an der wir alle teilhaben.

Oft denken Christen, dass die Verkündigung des Evangeliums die Aufgabe von Pastoren, Theologen oder besonders „mutigen“ Christen sei. Doch das Evangelium ist kein Expertenwissen. Es ist die befreiende Botschaft von Gottes Liebe, die uns im Alltag begegnet – in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Everyone“ bedeutet: Jeder und jede Einzelne ist begabt.

● Die einen können zuhören.

● Die anderen können zupacken und helfen.

● Wieder andere finden die richtigen Worte des Trostes.

Wenn wir über das Evangelium sprechen, geht es auch um Ehrlichkeit. Das Evangelium ist Licht in der Dunkelheit. Das bedeutet auch, dass wir Missstände in der Welt und in unserer Gesellschaft nicht beschönigen. Wo Leid geschieht – sei es durch Einsamkeit, Armut oder systematische Gewalt und den Missbrauch von Schutzbefohlenen – da ist das Evangelium eine Kraft, die zur Heilung und zur Wahrheit ruft.

„Everyone for the Gospel“ heißt auch, hinzusehen, wo andere wegsehen, und eine klare, deutliche Sprache für das Unrecht zu finden.

Wir möchten eine Gemeinde sein, in der das Evangelium nicht nur gepredigt, sondern gelebt wird. Das geschieht durch:

Authentizität: Wir müssen nicht perfekt sein, um von Gottes Gnade zu erzählen.

Gemeinschaft: Wir unterstützen uns gegenseitig, unsere Talente für Gottes Reich einzusetzen.

Mut: Wir stehen für die Werte des Evangeliums ein, auch wenn es unbequem wird.

Das Evangelium ist zu groß für einen Einzelnen, aber es hat genau die richtige Größe für eine Gemeinschaft, die sich gemeinsam auf den Weg macht.

Den Glauben auf die Straße tragen: Friday Outreach

Ein ganz praktisches Beispiel für diesen Auftrag ist unsere Gruppe „Friday Outreach“ . Jeden Freitag gehen wir gemeinsam auf die Straße, um das Evangelium direkt zu den Menschen in unserer Stadt zu bringen.

Dabei geht es uns nicht um fromme Floskeln, sondern um echte Begegnung. Wir wollen dort präsent sein, wo die Menschen sind – mit ihren Sorgen, ihren Fragen und ihrem Alltag. Es ist jedes Mal eine neue herausfordernde Erfahrung zu sehen, wie die Kraft des Evangeliums Menschen berührt, wenn wir uns mutig nach draußen wagen.

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; (Römer 1,16)